Veröffentlichungen in der Presse

Zum Thema Gehirn zwei Anmerkungen aus meinen langjährigen Studien vorab:
- alle nachfolgenden Informationen entsprechen dem aktuellen Stand der Neurophysiologie, auch wenn sie Ihnen abenteuerlich vorkommen mögen und
- wir beginnen gerade erst, die Gehirnverarbeitung zu verstehen. Merksatz: wenn unser Gehirn so einfach strukturiert wäre, dass wir es verstehen würden, dann wären wir wären so einfach, dass wir es nicht verstehen könnten.
Die Anzahl der Nervenzellen entspricht der Anzahl aller Sonnen in unserer Galaxis: über 100 Milliarden. Hinzu kommen noch die Verschaltungen, bis zu 10.000 Verbindungen pro Zelle. Erst durch das Gehirn erlangt der Mensch also seine Persönlichkeit und sein Bewusstsein. Das menschliche Gehirn wird in seiner Komplexität nur durch die Gehirne von Delphinen und Walen übertroffen. Es ist von seinem Aufbau und seiner Struktur her bei allen Menschenrassen in etwa gleich. Man kann es als Schalt-, Kontroll- und Kommunikationszentrale bezeichnen.
Der Mikro-Kosmos Gehirn arbeitet mit chemischer und elektrischer Energie. Den chemischen Bereich beeinflussen wir durch die Nahrungsaufnahme, Umweltgifte, Medikamente und Suchtmittel. Das elektronische Segment reagiert auf alle Arten elektrischer und elektromagnetischer Strahlung sehr empfindlich. Da sich abgestorbene Nervenzellen nicht regenerieren, gewinnen diese Einflussfaktoren ebenso an Bedeutung wie Reizüberflutungen aller Art.
In vereinfachter Form kann die Funktionsweise dieses komplexen Organs etwa so beschrieben werden: Ankommende Informationen werden von Sinneszellen, den so genannten Rezeptoren, in elektrische Impulse verwandelt und an motorische, also für Bewegung zuständige, Nervenzellen weitergeleitet.
Ein Impuls löst damit eine Reaktion aus. Ohne ein Regulativ gäbe es auf diese Weise aber ein elektrisches Chaos. Deshalb sind zwischen Impuls und Reaktion Zonen von Hemm- und Erregungszellen "geschaltet". Hier wird im Bruchteil einer Sekunde eine Reizbewertung vorgenommen und eine kontrollierte Reaktion ausgelöst.
Die gesamte Entwicklung des Gehirns, vom prähistorischen Lebewesen bis hin zum heutigen Menschen, wiederholt sich im heranwachsenden Embryo.
Die Gehirne zwischen Männern und Frauen unterscheiden sich u.a. dadurch, dass es bei Frauen ca. 15 % mehr Verbindungen zwischen den Hirnhälften gibt, was z.B. bei Schlaganfällen zu weniger Einbußen führt, da die gesunde Hirnhälfte die ausgefallenen Funktionen eher übernehmen kann. Während bei Männern das räumliche Vorstellungsvermögen und die mathematischen Fähigkeiten deutlich stärker ausgebildet sind, verfügen Frauen über eine höhere Wortflüssigkeit. Es handelt sich bei diesen Aussagen um statistische Werte, nicht um den direkten Vergleich eines Mannes und einer Frau.
Die biologische Entwicklung aller Lebensformen und nicht zuletzt die unseres Gehirns hat gezeigt, je komplexer ein Gebilde ist, desto variationsreicher sind seine Möglichkeiten insgesamt. Die Voraussetzungen sind gut: mit rund 3 Milliarden Gen-Informationen verfügt der heutige Mensch über den Informationsgehalt von ca. 10.000 Büchern. Dazu kommen ca. 100 Milliarden Nervenzellen, die alleine im Gehirn zur Verfügung stehen, um pro Tag weitere Milliarden an Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Außerdem ist in jeder einzelnen Körperzelle das individuelle Erbgut, die DNS, des ganzen(!) Menschen enthalten.
Die Nervenzellen kommunizieren permanent miteinander. Für diese Aufgabe stehen 100 Billionen Kontaktstellen zur Verfügung. Das ist eine Eins mit 14 Nullen. Die Gesamtlänge der Kommunikationsbahnen beträgt rund eine Million Kilometer.
Sämtliche Leistungen des Gehirns sind in die wechselseitigen Verknüpfungen seiner Zellen "eingewoben". Die funktionelle Architektur ist in seinen Grundzügen genetisch vorgegeben und wird im Laufe des Lebens endgültig ausgeprägt. Besondere Begabungen, bis hin zur Genialität werden also nicht, wie vielfach angenommen, durch die größere Quantität oder eine höhere Intelligenz beeinflusst. Ausschlaggebend dafür ist vielmehr die besondere Art und Wirksamkeit der Vernetzung. Nach neueren Erkenntnissen weiß man, dass dieser Bio-Computer namens Gehirn noch enorme Reserven aufweist. Beste Voraussetzungen also für Leistungssteigerung und Weiterentwicklung auf allen mentalen Gebieten.
Die Wahrnehmung dessen, was wir die Realität nennen, geschieht beileibe nicht nur im Gehirn. Alle organischen Zellen nehmen, nach Dr. Peter Gariaev von der russischen Akademie der Wissenschaften, gesprochene Informationen auch über elektromagnetische Wellen auf. Im Forschungsbereich der Wellengenetik gibt es dazu beeindruckende Ergebnisse.
Achtung: die ersten Lebensmonate sind geradezu entscheidend für die Effizienz der Nervenzellen. Wärme, Geborgenheit und eine harmonische Umgebung sind nur einige Faktoren die optimale Voraussetzungen für die Entwicklung bedeuten. Dass Begabungen vererbbar sind, lässt sich heute übrigens wissenschaftlich nachweisen, was nicht heißt, dass jeweils alle Begabungen vererbt werden.
Albrecht Henze
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