Golf-Mental-Training (Teil 2)Natürlich lassen sich meine Methoden bei allen Sportarten anwenden, beim Golfen lässt sich ihr Erfolg aber besonders schnell und markant beobachten. Hier ist es also offenbar noch wichtiger, dass man den Alltag abstreift, sich positiv „programmiert“, Ablenkungen ausblendet, ins Hier und Jetzt geht und eins wird mit sich selbst und dem Spiel.
Beginnen wir mit den Spiegel-Neuronen. Das sind Nervenzellen, die bei sensorischen und motorischen Vorgängen aktiv sind, d.h. sowohl bei der Wahrnehmung, als auch bei der Ausführung von Bewegungen. Sie lösen bei Beobachtung einer Tätigkeit die gleichen Potentiale aus, als wenn diese ausgeführt würde, verknüpfen also das Beobachten einer Handlung mit deren Durchführung. Dadurch sind wir Menschen in der Lage, Bewegungen vorzunehmen, die wir lediglich bei anderen beobachtet haben. Diese Erkenntnis macht man sich zum Beispiel beim Wiedererlernen von Bewegungsabläufen nach einem Schlaganfall zu nutze.
Klare Antwort: ganz so einfach ist natürlich nicht und außerdem brauchen die Erkenntnisse der Denk- und Verhaltensforschung nicht nur in diesem Bereich viele Jahre, bis sie praktisch zum Einsatz kommen, sonst gäbe es auf der Welt zum Beispiel sehr viel weniger Konflikte. Aber, zurück zu den Spiegel-Neuronen, die das perfekte Nachahmen überhaupt möglich machen und durch die wir uns beispielsweise erst in andere Menschen hineinversetzen können. In seiner Studie weist Patrick Haggard vom Londoner University College habe darauf hin, dass es zur Nutzung dieser Lernsynergie notwendig ist, mehrmals den gleichen Bewegungsablauf auf dem Monitor anzuschauen und ihn danach erst auszuführen. Ich habe herausgefunden, dass man den Erfolgfaktor deutlich steigern kann, in dem das gesehene Bild nach der Betrachtung mehrmals mit geschlossen Augen visualisiert und erst danach praktisch ausgeführt wird. Grundkenntnisse der durch diese Technik zu verbessernden Schläge sind freilich eine sinnvolle Voraussetzung. An der Universität Nijmegen hat man übrigens durch Hirnstrom-Messungen nachweisen können, dass wir, durch Aktivierung der Vermeidungsareale auch aus von anderen falsch ausgeführten Bewegungen lernen können. Diese Technik bedarf aber unbedingt eines Coachings, deshalb verzichte ich an dieser Stelle darauf, sie vorzustellen. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl weiterer Mental-Trainings-Methoden. Am sinnvollsten ist es, diese der Einmaligkeit des Spielers anzupassen, schließlich essen wir ja auch nicht alle das Gleiche . Bei aller Individualität gilt aber eines für jeden Spieler und für alle Sportarten: ankommen, abschalten und erst dann anfangen. Unseren Körper bereiten wir ja auch vor durch umziehen, warm laufen, Dehn- und Streckübungen etc. Verständlich also, dass die Schaltzentrale zwischen den Ohren auch vorbereitet werden will. Also erst einmal Ruhe herstellen, Augen schließen, alle Tageseindrücke –auch die von der Anfahrt- loslassen, ganz ankommen im jetzigen Augenblick, durchatmen, den ganzen Körper mit dem intensiven Gefühl der Freude erfüllen, die Augen öffnen und vor dem Abschlag ein großes Glas stilles, aber nicht zu kaltes Wasser trinken. Das sind die absoluten Mindestmaßnahmen vor einem erfolgreichen Golfspiel. Erst danach beginnt das eigentliche Mental-Training mit Visualisierungen, Atemtraining, Körperspannungs- und Konzentrationsübungen etc. Um emotionalen Stress vor dem ersten Abschlag wirklich nachhaltig und dauerhaft aufzulösen, bietet die Wissenschaft verschiedene Formen der Akupressur an, also der Stimulation von Akupunktur-Punkten durch Klopftechnik in bestimmter Reihenfolge. Dabei werden gleichzeitig die Stress auslösenden Bilder visualisiert und anschließend neue Handlungsmuster implementiert. Diese Technik ist hochwirksam, sollte allerdings nur nach eigener Ausbildung angewandt werden. Die beiden bekanntesten Methoden dieser Art heißen EFT – Emotional Freedom Techniques von Gary Graig bzw. Mentalfeld-Therapie von Dr. med. Dietrich Klinghardt, die er an der American Academy of Neuraltherapie in Seattle lehrt. Ich verwende lieber die Klinghardt-Methode, da mit ihr auch die hinter dem Stressor liegenden Ursachen gefunden und aufgelöst werden können. Albrecht Henze |
||
Veröffentlichungen in der Presse
Sitemap | Webverzeichnisse | © 2011 Henze + Partner
![]() |
||||
![]() |
||||
Henze + Partner:
Coaching | Beratung | Seminare
Business Coaching | Life Coaching
Power for Life-Mentaltraining
Führungskräfte-Training
Mitarbeiter-Training | Mitarbeiterseminare
Formulare
zum Download