H.D.I. - Das Hirn Dominanz Modell

nach Ned Herrmann

Fast jeder kennt eine der folgenden Situationen: Für ein Projekt oder einen Arbeitsbereich haben Sie ein Team von Mitarbeitern zusammengestellt. Die Zusammenstellung scheint auch besonders gut gelungen zu sein: alle verstehen sich prächtig, diskutieren eifrig, es gibt keinen Streit, nur: ein wirklich überzeugendes Ergebnis brachte die Gruppe eigentlich nicht zustande.

Oder beim Einstellungsgespräch: Der Bewerber, der Ihnen gegenübersitzt macht im Prinzip einen sehr guten Eindruck, wenn er nur nicht diese Ansichten geäußert hätte, bei denen Sie das Gefühl beschleicht, „er könnte unbequem werden“. Der nächste Bewerber hingegen liegt ganz auf Ihrer Wellenlänge, er versteht was Sie wollen, mit dem lässt sich sicher gut arbeiten.

Wie lassen sich diese Situationen nun erklären und vor allem, wie lassen sich die Chancen und Risiken dabei erfolgreich meistern?

Jeder Mensch hat Denk- und Verhaltensweisen, die er bevorzugt und die für ihn typisch sind.

Diese dominierenden Denkstile haben sich auf der Grundlage der angeborenen Eigenheiten, durch das Elternhaus, die Schulerziehung und Ausbildung, sowie die soziale Umgebung entwickelt. Dabei ist die Art und Weise, wie ein Mensch an eine Aufgabe herangeht, Problemen begegnet oder auf Situationen reagiert, gekennzeichnet durch zwei unterschiedliche Denkweisen: während der eine sorgfältig analysiert und dann eine logisch-rationale Entscheidung fällt, hat ein anderer die gleiche Situation als Gesamtbild vor Augen und trifft seine Entscheidung intuitiv.

Medizinische Studien belegen seit Jahren, dass die unterschiedlichen Denk- und Verhaltensweisen den beiden Hemisphären des Gehirns zuzuschreiben sind, da beide Hirnsegmente unterschiedliche Funktionen ausüben. Das Großhirn, das sich im Laufe der Evolution entwickelt hat, bestimmt unsere Denkweise. Danach ist die linke Seite eher geeignet für logisch analytische Vorgänge. Ihre Arbeitsweise ist sequentiell, d.h. Schritt für Schritt-weises Denken hat hier seinen Ursprung. Die rechte Seite dagegen arbeitet mit Bildern, Mustern und nonverbalen Ideen. Wenige Details genügen, um eine Vorstellung vom Gesamtbild entstehen zu lassen. Hier entstehen Konzepte und Visionen.

Die verschiedenen Verhaltensweisen kommen aus dem limbischen System, das unter dem Großhirn liegt. Es stammt aus einer früheren Entwicklungsstufe des Menschen und gilt als der Bereich, in dem Gefühle, Emotionen und verhaltensorientierte Denkweisen ihren Ursprung haben.
 

begriffliches Denken
logisch
analytisch
rational

A

D

bildhaftes Denken
einfallsreich
intuitiv
konzeptionell

kontrolliert
konservativ
organisiert
strukturiert

B

C

zwischenmenschlich
emotional
musikalisch
mitteilsam

Die 4 Hirnquadranten nach dem Hermann Dominanz Modell

Zwei- bis dreihundert Millionen Nervenzellen verbinden über den so genannten Balken die beiden Gehirnhälften und sorgen so für eine schnelle und pausenlose Verknüpfung aller Informationen. Das bedeutet, dass wir das Zusammenspiel der unterschiedlichen Denk- und Verhaltensmodi nicht als getrennte Prozesse empfinden.

Diese unterschiedlichen, individuellen Denk- und Verhaltenweisen jedes Menschen kann man konkret feststellen und sichtbar machen. Dies ergibt enorme Chancen und Perspektiven.

Die Methode dazu kommt aus Amerika- entwickelt in den 70er Jahren durch Ned Herrmann, damals Manager-Trainer bei General Electric. Das Herrmann-Dominanz-Instrument – H.D.I. – wurde in den letzten Jahren von Experten in verschiedenen Studien wissenschaftlich validiert.

Mit Hilfe eines ausgefeilten Fragebogens, der durch ein geschütztes Computerprogramm im Herrmann Institut Deutschland ausgewertet wird, lässt sicht die Ausprägung der vier Hirn- bzw. Persönlichkeitsmerkmale mit äußerst hoher Genauigkeit feststellen. Aus den Antworten wird das so genannte H.D.I.-Profil erstellt, das die individuellen Präferenzen anschaulich visualisiert.

Denk- und Verhaltensweisen
die sich aus den Dominanzen in den betreffenden Gehirnquadranten ergeben:

A

• sammelt Fakten
• analysiert die Situation rational
• löst Probleme auf logische Weise
• argumentiert rational
• beruft sich auf Zahlen und Werte
• versteht technische Zusammenhänge
• berücksichtigt finanzielle Aspekte

D

sieht den großen Zusammenhang
• toleriert Unsicherheit und Unwägbares
• erkennt Chancen und Möglichkeiten
• löst Probleme eher intuitiv
• kann Konzepte und Ideen integrieren
• stellt etablierte Verfahren in Frage
• setzt Phantasie ein
 

 

• geht Schwierigkeiten praktisch an
entdeckt versteckte Probleme
bleibt heharrlich bei der Sache
führt mit Kontrolle und fester Hand
liest das Kleingedruckte
entwickelt detaillierte Pläne
achtet auf Termine und Zeitplanung

B

 

• erkennt zwischenmenschliche Probleme
spürt Reaktionen anderer Menschen
respektiert ethische Werte
begegnet anderen Menschen mit Wärme
ist mitreissend und überredet Andere
reagiert auf die Körpersprache Anderer

C

Die Quadrate A und B symbolisieren die linke Gehirnhälfte. Mit dieser sind wir in der Lage, eine Situation zu analysieren, Informationen und Fakten zu sammeln, sowie logische Schlüsse zu ziehen.

Die Quadrate C und D stehen für die rechte Gehirnhälfte. Mit dieser können wir Informationen in ein Gesamtbild einordnen, unsere intuitiven Fähigkeiten hinzunehmen, Verbindungen herstellen und somit neue Konzepte entwickeln. Gleichzeitig haben Menschen mit einer Dominanz im C-Bereich besonders gute kommunikative und zwischenmenschliche Fähigkeiten.

Das H.D.I. ist kein Test, sondern eine individuelle Analyse. Es gibt daher keine „guten“ oder „schlechten“ Profile. Ein Dominanz-Profil ist stets wertneutral.

Weitere Infos finden Sie auch unter www.hid.de

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