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Veröffentlichungen in der Presse

Wer bist Du?

Die Zeit vor Weihnachten, wenn man den Jahreswechsel schon fast spüren kann, ist ideal geeignet, sich einmal Gedanken zu machen, die weit über den Tellerrand des Alltages hinaus gehen. Es geht um die Frage: wer bist Du? Für manchen ist sie rein rhetorisch, für andere philosophisch oder gar esoterisch. Als ich sie mir vor vielen Jahren erstmals gestellt habe, war für mich eines klar: ich gehe nicht von dieser Welt, bevor ich diese Frage beantwortet habe. Ich wollte wissen, wer ich bin. Nun weiß ich inzwischen für mich, wer oder sollte ich besser sagen, was ich bin. Aber ich weiß seither auch, dass das jeder für sich ganz individuell heraus finden muß bzw. darf. Dass es keine einfache Frage ist, macht diese Geschichte deutlich:

Eine Frau lag im Koma. Plötzlich schien es ihr, als sei sie schon tot, wäre im Himmel und stände nun vor einem Richterstuhl.

"Wer bist du?" fragte eine Stimme.

"Ich bin die Frau des Bürgermeisters" antwortete sie.

"Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern, wer du bist."

"Ich bin die Mutter von vier Kindern" war nun ihre Antwort.

"Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist."

"Ich bin eine Lehrerin." "Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist."

"Ich bin Christin." "Ich habe nicht nach deiner Religion gefragt, sondern wer du bist."

Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage "Wer bist du?" zu sein.

Irgendwann erwachte die Frau aus ihrem Koma und wurde wieder gesund. Sie beschloss nun herauszufinden, wer sie wirklich ist.

Auf meiner Suche bin ich um die halbe Welt gereist, habe hunderte von Büchern gelesen und duzende von Seminaren besucht. Dabei ist mir bewußt geworden, dass sowohl die Fragen, als auch deren Antworten uralt sind. Vermutlich so alt, wie die Menschheit selbst. Die Suche nach dem Sinn hinter den Dingen, dem Warum und Wieso ist wohl in uns angelegt. Es scheint also nur eine Frage der Zeit bzw. des Lebensalters zu sein, wann diese Themen nach Antworten suchen.

Es gibt eine Technik, die bei der Suche sehr hilfreich sein kann. Sie basiert auf diesem Ausschluß-Verfahren:

Alles was ich verändern kann, das bin ich nicht.
Denn ich bin ja derjenige, der die Veränderung bewirkt.

Auf der Suche nach der wahren Identität lassen sich mit diesem Werkzeug alle Möglichkeiten durchspielen, ganz wie in unserer Geschichte bei der Frau im Koma. Dabei werden Sie feststellen, dass Sie weder Ihr Körper, noch Ihre Rolle oder Beruf oder gar Ihr Name sind. Denn diese Dinge lassen sich ja alle verändern.

Schnell wird auch klar, dass unsere Identität nicht im materiellen Bereich liegen kann. Richtig? Aber: selbst die Gedanken oder mein Verstand kann ich nicht sein, auch diese kann ich verändern. Ja, selbst mein Bewußtsein kann ich erweitern und damit ebenfalls verändern.

Vielleicht kommen Sie auf Ihrer Suche bei dem Bereich des Bewußtseins an, den man als reine Wahrnehmung bezeichnet. Die reine Wahrnehmung kann sich selbst nicht reflektieren und damit auch nicht werten oder bewerten. Dieser Teil von uns ist weder gebunden an Raum und Zeit, noch an einen Körper.

Oder Sie legen die Frage einfach auf den Stapel „später zu erledigen“. Unter Umständen rät Ihnen Ihr Verstand aber auch dringend, sich nicht weiter mit solchem Unsinn zu beschäftigen. Motto: das hat doch mit der Realität nichts zu tun. Dann tun Sie das, was für Sie stimmt. Auf jeden Fall aber rate ich Ihnen: GENIESEN SIE DEN TAG UND FÜHLEN SICH WOHL MIT IHRER ENTSCHEIDUNG! Der Erleuchtung ist es schließlich egal, wann und wie man sie erlangt.

Albrecht Henze

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