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Veröffentlichungen in der Presse

Das Geheimnis der Zufriedenheit

ZufriedenheitEs kamen einmal einige Suchende zu einem alten Zen-Meister.

„Herr", fragten sie "was tust du, um immer so glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu:

"Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid.

Nun könnte man sagen, das ist ja eine uralte Geschichte und wir haben heute doch ganz andere Zeiten. Kein Mensch kann es sich mehr leisten, eines nach dem anderen zu tun. Wo kämen wir denn dahin? Eine gute Frage…! Die Antwort dafür hat uns Pestalozzi gegeben: „Wo kämen wir dahin, wenn alle fragten, wo kämen wir da hin und keiner losginge, um einmal zu schauen, wo wir denn wirklich hinkämen, wenn endlich mal einer losginge!“ Das ist übrigens eine der gefürchteten Kreativitäts-Blockaden: der Glaube an den einzig richtigen Weg. Wie heißt es so schön: viele Wege führen nach Rom. Die italienische Hauptstadt ist dabei natürlich nur das Synonym für ZIEL.

Das englische Wort „enlightment“ bedeutet nicht nur Erleuchtung, sondern auch Erleichterung und Transparenz. So möchte ich Ihnen gerne unter der Rubrik „Power for Life“ in den nächsten Ausgaben der Ambiente Tipps und Anregungen geben, für ein leichteres Leben. Mal wird es dabei um die Sprache der Symptome und Lebensumstände gehen, mal um ein besseres Verständnis den anderen gegenüber, auf jeden Fall aber immer auch um die innere Einstellung. Und heute eben um die Zufriedenheit.

Haben Sie schon einmal gemerkt, dass wir oft unglaubliche Energie in ein ganz bestimmtes Ziel investieren? Sobald wir es aber erreicht haben, warten wir oft vergebens auf das erhoffte Gefühl der Zufriedenheit. Wenn überhaupt, dann stellt es sich allenfalls für einen kurzen Moment ein. Dabei ist es übrigens gleichgültig, ob wir es hauptsächlich für uns selbst erreicht haben oder, um anderen zu imponieren…!

Dahinter steckt die Erkenntnis: ein Ziel ist ein Ort, wo man nicht wohnen kann. Es liegt also in der Natur der Sache, dass wir uns nach einer individuell langen „Verschnaufpause“ auf den Weg zu neuen Herausforderungen machen. So weit, so gut.

Der entscheidende Punkt bei der Abfolge von Lebenszielen, ja bei allem was wir tun ist, dass wir bewusst und immer wieder darauf achten, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Das aber geht nur, wenn wir es lernen, unsere Gedanken zu disziplinieren, in dem wir immer mal wieder die Vielfalt der Gedanken auf einen Punkt ausrichten. Das nennt man übrigens Konzentration. Der Punkt, auf den wir das Bewusstsein dabei lenken, ist das, was wir gerade machen. Erinnern Sie sich? „Wenn ich liege, dann liege ich….usw.“

Als ich noch einen großen Betrieb zu leiten hatte, dachte ich, so ein richtiger Unternehmer, der muss doch wenigstens drei Dinge gleichzeitig erledigen können. Schlimm genug, dass die Mitarbeiter dazu nicht in der Lage sind. Damals habe ich noch keine Seminare selbst gegeben, schließlich musste ich ja arbeiten…! Also habe ich so eines besucht und musste mir von dem „Schnösel da vorne“ sagen lassen, dass ich völlig ineffizient bin in der Erledigung meiner Aufgaben. Motto: alles gleichzeitig und nichts richtig! Oder lustig ausgedrückt: bei uns steht der Boss im Mittelpunkt und damit allen im Wege.

Es war ein mühsamer Weg vom Unternehmer, der seinen Laden mit Power und nach Gutsherrenart führt, zu jemandem, der zwischen wichtig und dringend unterscheiden und dadurch auch zuhören kann. „Wichtig kommt von Wicht“, dieser Satz des Seminar-Fritzen hat mich beeindruckt, aber mehr noch, dass die Bilanz stimmen muss, zwischen Leben und arbeiten. Seither lebe ich im Hier und Jetzt, empfinde tiefe Freude bei allem, was ich tue, übrigens auch beim Schreiben dieser Zeilen, erlaube mir einen tieferen Zugang zu meinen Gefühlen und vor allem zu denen der anderen. Nein, es gelingt nicht immer, aber immer öfter. Dafür habe ich die Verantwortung übernommen. Probieren Sie es doch auch einmal, es lohnt sich wirklich!

Albrecht Henze

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